34, Selen (Se)
Chalkogene
Atommasse [1] : 78.971 ± 0.008 u
In irdischem Material verhindern Unterschiede in der Isotopenzusammensetzung eine präzisere Angabe eines Standard-Atomgewichts.
Selenium
griech. selene = Mond
Elektronen-Konfiguration[2] : (Ar) 3d10 4s2 4p4
Redoxpotenziale des Elements Selen:
Liste der Redoxpotenziale für Selen
von
nach
Reduktion
Oxidation
εO in mV
pH
-2
H2 Se
±0
Se
H2 Se + 2 H2 O
⇌
Se + 2 H3 O+ + 2 e-
-0.4 [3]
0
-2
Se2-
±0
Se
Se2-
⇌
Se + 2 e-
-0.92 [3]
14
±0
Se
+4
H2 SeO3
Se + 7 H2 O
⇌
H2 SeO3 + 4 H3 O+ + 4 e-
+0.74 [3]
0
±0
Se
+4
SeO3 2-
Se + 6 OH-
⇌
SeO3 2- + 3 H2 O + 4 e-
-0.366 [3]
14
+4
H2 SeO3
+6
SeO4 2-
H2 SeO3 + 5 H2 O
⇌
SeO4 2- + 4 H3 O+ + 2 e-
+1.15 [3]
0
+4
SeO3 2-
+6
SeO4 2-
SeO3 2- + 2 OH-
⇌
SeO4 2- + H2 O + 2 e-
+0.03 [3]
14
Tabelle 1: Redoxpotenziale unter Standardbedingungen (25 °C, 1013.25 hPa, 1 mol/L-Lösungen) in wässrigen Lösungen. In der ersten Spalte ist der reduzierte Teil, in der zweiten Spalte der oxidierte Teil der Halbreaktion, jeweils mit Oxidationszahl und Formel angegeben.
In den nächsten beiden Spalten ist die Halbreaktion komplett angegeben, in der folgenden Spalte das Standardpotenzial unter den genannten Bedingungen in mV. In der letzten Spalte ist die Bedingung, unter der das Potenzial gilt,
meistens pH 0 für sauer und pH 14 für basisch.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit sind Redoxreaktionen gleicher Ausgangsstufe optisch mit vertikalen Strichen abgetrennt zusammengefasst dargestellt.
Redox-Halbreaktionen, deren Werte für die Berechnung der untenstehenden Redoxtabellen verwendet werden, sind gelb unterlegt dargestellt.
Redox-Tabelle für pH 0
von: nach:
(-2) H2 Se
(±0) Se
(+4) H2 SeO3
(+6) SeO4 2-
(-2) H2 Se
±0
-0.4
+0.36
+0.558
(±0) Se
-0.4
±0
+0.74
+0.877
(+4) H2 SeO3
+0.36
+0.74
±0
+1.15
(+6) SeO4 2-
+0.558
+0.877
+1.15
±0
Tabelle 2: Standard-Potenziale (εO ) aller Redox-Paare der in Tabelle 1 gelb unterlegten Selen-Verbindungen für pH 0 in mV.
In den Spalten- und Zeilenüberschriften sind in Klammern die jeweilige Oxidationsstufe von Selen und dahinter die Verbindung angegeben.
Die angegebenen Werte wurden aus denen der obigen Liste der Redoxpotenziale für Selen automatisch per Skript berechnet,
bzw. in diese Tabelle übernommen. Die Berechnung eines Potenzials erfolgt dabei durch Aufsummierung der Faktoren von Potenzialen und Elektronenzahlen aller Zwischenstufen und anschließendes Teilen dieser Summe durch die Gesamtelektronenzahl (vgl. auch Wiberg et. al, 2007, S. 229[2] ).
Beispiel: ε(SiH4 /SiO2 ) bei pH 0 = (ε(SiH4 /Si) × 4e- + ε(Si/SiO) × 2e- + ε(SiO/SiO2 ) × 2e- )/8e- = (0.102 mV×4e - 0.808 mV×2e - 1.01 mV×2e)/8e = -0.4035 mV.
Redox-Tabelle für pH 14
von: nach:
(-2) Se2-
(±0) Se
(+4) SeO3 2-
(+6) SeO4 2-
(-2) Se2-
±0
-0.92
-0.551
-0.406
(±0) Se
-0.92
±0
-0.366
-0.234
(+4) SeO3 2-
-0.551
-0.366
±0
+0.03
(+6) SeO4 2-
-0.406
-0.234
+0.03
±0
Tabelle 3: Standard-Potenziale (εO ) aller Redox-Paare der in Tabelle 1 gelb unterlegten Selen-Verbindungen für pH 14 in mV.
In den Spalten- und Zeilenüberschriften sind in Klammern die jeweilige Oxidationsstufe von Selen und dahinter die Verbindung angegeben.
Die angegebenen Werte wurden aus denen der obigen Liste der Redoxpotenziale für Selen automatisch per Skript berechnet,
bzw. in diese Tabelle übernommen. Die Berechnung eines Potenzials erfolgt dabei durch Aufsummierung der Faktoren von Potenzialen und Elektronenzahlen aller Zwischenstufen und anschließendes Teilen dieser Summe durch die Gesamtelektronenzahl (vgl. auch Wiberg et. al, 2007, S. 229[2] ).
Beispiel: ε(SiH4 /SiO2 ) bei pH 0 = (ε(SiH4 /Si) × 4e- + ε(Si/SiO) × 2e- + ε(SiO/SiO2 ) × 2e- )/8e- = (0.102 mV×4e - 0.808 mV×2e - 1.01 mV×2e)/8e = -0.4035 mV.
Quellen:
[1] Prohaska, T., Irrgeher, J., Benefield, J., Böhlke, J. K., Chesson, L. A., Coplen, T. B., ... & Meija, J. (2022). Standard atomic weights of the elements 2021 (IUPAC Technical Report). Pure and Applied Chemistry , 94 (5), 573-600. https://doi.org/10.1515/pac-2019-0603
[2] Wiberg, N., Wiberg, E. & Holleman, A. F. (2007). Lehrbuch der anorganischen Chemie. (S. 300, 1304, 1878). Walter de Gruyter. https://doi.org/10.1515/9783110206845
[3] Wiberg, N., Wiberg, E. & Holleman, A. F. (2017). Lehrbuch der anorganischen Chemie. Walter de Gruyter.